Markus langweilt sich


Markus ist mit der Familie im Schwimmbad. "Ich will braun werden", sagt seine große Schwester Anna und legt sich hin. Und die eltern? Die unterhalten sich leise und beachten ihn gar nicht.

"Puh, wie langweilig", denkt Markus. "Alleine im Sand spielen macht keine Spaß. Braun werden will ich auch nicht. Und Mama und Papa reden die ganze Zeit zusammen." Er nimmt sich sein großes Plastiksegelboot und get zum Kinderbecken.

"Hu, ein mächtiger Sturm zieht auf!", ruft er und macht so starke Wellen, dass das Schiff fast kentert. "Die Matrosen haben Angst!" Aber eine Welle war wohldoch zu hoch. Das Boot läuft voll Wasser und sinkt. "Macht auch keinen Spass", murmelrt Markus und setzt sich auf den Beckenrand, sein Segelboot neben sich. Er sieht sich um. Vater und Mutter sprechen immer noch miteinander und Anna liegt mit geschlossenen Augen auf dem Rücken und sonnt sich.

"Ich habe eine Idee!" Markus springt auf, nimmt vorsichtig sein Boot, das voll mit Wasser ist, und schleicht sich an Anna heran. Keiner sieht ihn kommen. Als er ganz dicht neben ihr steht,, dreht er langsam das Boot um - platsch!

"Iih!", kreischt sie und schlägt wild um sich. Die Eltern haben auch ein paar Spritzer abbekommen. "Was soll das?", fragt der Vater ärgerlich. "Er hat mir Wasser auf den Bauch geschüttet!, schreit Anna wütend. Markus schüttelt sich vor Lachen.

Jetzt fängt sogar Anna zu prusten an und lacht und lacht, bis sie fast keine Luft mehr bekommt. "Los", sagt sein Vater und grinst, "wir spielen zusammen mit deinem Schiff. Sonst bin ich der Nächste, der eine Dusche bekommt." So hat Markus es doch noch geschafft, dass er nicht alleine spielen muss.


  1. Wer war Markus im Schwimmbad am Anfang des Tages?

    a) Mit seinen Eltern und seiner Schwester Anna.

    b) Nur mit seiner Schwester Anna.

    c) Mit seinen Eltern und seinem Freund.

  2. Warum hatte Markus keine Lust, alleine im Sand zu spielen?

    a) Er war müde.

    b) Er fand es langweilig und seine Eltern beachteten ihn nicht.

    c) Das Segelboot war kaputt.

  3. Was war das Ziel seiner Schwester Anna im Schwimmbad?

    a) Im Kinderbecken mit Markus spielen.

    b) Lesen.

    c) Braun werden.

  4. Was tat Markus zuerst, als er ins Kinderbecken ging?

    a) Er sprang ins Wasser und tauchte.

    b) Er machte mit seinem Segelboot "starke Wellen".

    c) Er rief seine Eltern.

  5. Welchen Ausdruck benutzt Markus, als das Boot kentert?

    a) "Das ist nicht lustig!"

    b) "Macht auch keinen Spaß."

    c) "Das war eine gute Idee."

  6. Was war Markus' "Idee" am Ende der Geschichte?

    a) Er wollte nach Hause gehen.

    b) Er schüttelte das Wasser aus seinem Segelboot auf seine Schwester.

    c) Er holte ein Eis für alle.

  7. Wie reagierte Anna zuerst auf die "Dusche"?

    a) Sie lachte sofort.

    b) Sie kreischte und schlug wild um sich.

    c) Sie weinte.

  8. Welche Folge hatte Markus' Aktion?

    a) Er musste sofort nach Hause gehen.

    b) Er bekam Hausarrest.

    c) Die Familie begann, gemeinsam mit dem Schiff zu spielen.

  9. Was wollte der Vater mit seiner letzten Aussage verhindern?

    a) Dass Markus wegläuft.

    b) Dass er selbst auch nass gemacht wird.

    c) Dass Anna wieder wütend wird.

  10. Was lernst du über Markus' Gefühlslage am Ende der Geschichte?

    a) Er war immer noch traurig und gelangweilt.

    b) Er war sehr froh, weil er nicht mehr alleine spielen musste.

    c) Er war verärgert über die Reaktion seiner Schwester.


Wortschatz zum Text (Vokabeln und Redewendungen)

Wort / Redewendung (Deutsch)Übersetzung / Bedeutung (Kontext)
sich unterhalten (unterhielten sich)miteinander sprechen
beachten (beachteten ihn gar nicht)auf jemanden achten, jemandem Aufmerksamkeit schenken
langweilignicht interessant, keine Unterhaltung bietend
der Rasendie Grasfläche (wird im Schwimmbad oft zum Sonnenbaden genutzt)
das Kinderbeckenein flacher Pool für kleine Kinder
zieht auf (ein Sturm zieht auf)beginnt, kommt näher (oft bei Wetter)
kenternmit einem Boot umkippen / untergehen
das Schiff läuft voll Wasserdas Boot füllt sich mit Wasser (und sinkt)
der Beckenranddie Kante, der Rand des Schwimmbeckens
sich sonnenin der Sonne liegen, um braun zu werden
sich an etwas/jemanden heranschleichensich heimlich und leise nähern
vorsichtigmit Bedacht, behutsam, langsam
dreht er langsam das Boot umdas Wasser aus dem Boot kippen
kreischeneinen schrillen, lauten Schrei ausstoßen
wütendsehr ärgerlich, zornig
sich schütteln vor Lachenso stark lachen, dass der Körper bebt
prustenplötzlich und laut lachen/husten, wobei oft Luft und Speichel entweicht
grinsenlächeln, wobei man oft die Zähne zeigt; schmunzeln
die Dusche bekommen(hier umgangssprachlich) nass gemacht werden
es schaffenetwas erreichen, Erfolg haben

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